New York (Labnews Media LLC) – Gartenbau-Therapie (Horticultural Therapy, HT) kann Einsamkeit, Depression, PTSD-Symptome, Schmerzen und Stress bei Veteranen deutlich lindern und gleichzeitig Resilienz sowie Bewältigungsfähigkeit stärken. Das zeigt eine Qualitätssicherungsstudie, die auf dem diesjährigen Kongress der Biological Psychiatry präsentiert wurde.
In der Untersuchung nahmen 108 Veteranen an vier wöchentlichen 3,5-stündigen Gruppen-Sitzungen teil. Vor und nach der Intervention wurden standardisierte Skalen zu Einsamkeit (NIH-Lonely), Resilienz (Connor-Davidson Resilience Scale), Depression (PHQ-9), PTSD (PCL-5), Schmerzen (DVPRS), Bewältigungsfähigkeit (MoCS) und Stress (PSS) erhoben.
Die Ergebnisse waren signifikant: Resilienz stieg um 6,49 Punkte, Bewältigungsfähigkeit um 4,19 Punkte. Gleichzeitig sanken Einsamkeit um 2,12, Depressionswerte um 2,91, PTSD-Symptome um 5,79, Schmerzen um 0,64 und Stress um 2,61 Punkte (jeweils p < 0,05). Bereits in der ersten Sitzung zeigten sich akute Verbesserungen bei Stress, Schmerz, Depression und Einsamkeit. Diese Effekte blieben in den Folgesitzungen weitgehend erhalten.
Die Autoren schlussfolgern, dass HT als niedrigschwellige, naturbasierte Intervention ein vielversprechendes Mittel ist, um psychische Belastungen bei Veteranen zu reduzieren und Schutzfaktoren wie Resilienz und soziale Verbundenheit zu stärken.
Die Studie mit dem Titel „Growing Wellness: How Therapeutic Horticulture Empowers Veterans Through Connection and Resilience“ wurde als Abstract 318 in Biological Psychiatry (Band 99, Supplement 10, 15. Mai 2026) veröffentlicht.