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Qognifly eröffnet Drohnenfabrik in Bukarest Ende März 2026

Die rumänische Deep-Tech-Firma Qognifly hat ihre erste externe Finanzierungsrunde abgeschlossen und 2 Millionen Euro von einem strategischen regionalen Partner aus dem Bereich militärischer Infrastruktur eingeworben. Die Investition ist der Auftakt einer Technologieplattform im Wert von über 10 Millionen Euro und folgt einem wettbewerbsintensiven Auswahlverfahren mit mehreren nationalen und internationalen Investoren.

Qognifly entwickelt und produziert NATO-zertifizierte unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) der Klasse I (Mini und Small) sowie Klasse II für ISR-Missionen (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance), Loitering-Munition-Plattformen (short, medium und long range) sowie autonome Systeme zur Drohnenabwehr (C-UAS). Das System „Drone Wall“ ist bereits in realen Einsatzbedingungen validiert und wurde in über 16 Länder geliefert.

Die Finanzierung ermöglicht die sofortige Umsetzung zweier strategischer Prioritäten: den Betriebsstart einer Fabrik in Bukarest Ende März 2026 sowie die Eröffnung eines modernen Forschungs- und Entwicklungszentrums (R&D). Dort sollen Ingenieure in den Bereichen Elektronik, Navigationssoftware, Künstliche Intelligenz und Autonomie arbeiten, um die Entwicklung autonomer Systeme zu beschleunigen und komplette, kundenspezifische Lösungen kosteneffizient und schnell zu liefern.

Die Bukarester Fabrik wird eigene Qognifly-Plattformen herstellen, darunter UAVs der genannten NATO-Klassen und Loitering-Systeme sowie komplette C-UAS-Zellen inklusive Detektion, Netzwerkmanagement und Neutralisierung. Zudem entstehen dedizierte Produktionslinien für internationale Partner aus der Ukraine, Europa und den USA. Qognifly agiert dabei auch als „Design House“ und übernimmt die vollständige technische Entwicklung für Kunden – von Sensoren und Algorithmen über Mechatronik bis hin zur Avionik.

Der globale C-UAS-Markt wird bis 2030 auf 47 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit einem jährlichen Wachstum von 23,6 Prozent. Aktuelle Konflikte in Europa und im Nahen Osten unterstreichen die Notwendigkeit kosteneffizienter Abwehrlösungen gegen günstige Drohnenbedrohungen. Rumänien profitiere durch seine geostrategische Lage und NATO-Mitgliedschaft von einer natürlichen Rolle in diesem Ökosystem.

Der strategische Partner bringe industrielle Expertise und Zugang zu relevanten Verteidigungsnetzwerken ein und stärke die Governance-Struktur von Qognifly während der Wachstumsphase. Das Unternehmen führt weiter Gespräche mit institutionellen und industriellen Partnern aus dem EU- und NATO-Raum zur Implementierung der Technologien.

CEO Ion Mocanu betonte, das Unternehmen habe validierte Technologie, ein Kernteam und Aufträge im Pipeline gehabt – entscheidend sei nun ein Partner gewesen, der den Rhythmus und die Tragweite dieser Branche verstehe.

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